Glitzernde Eisberge, angespült auf den tiefschwarzen Vulkansand des Breiðamerkursandur. Oft auch „Kristallstrand“ genannt.
Geschichte & Sage
Direkt gegenüber der Lagune, auf der anderen Straßenseite, liegt der Diamond Beach. Hier werden die Eisberge, die aufs Meer hinausgetrieben sind, von den Wellen glatt geschliffen und wieder auf den tiefschwarzen Vulkansand gespült. Vor dem dunklen Strand funkeln sie wie Diamanten – ein harter, fast unwirklicher Kontrast. Kein Besuch gleicht dem anderen, denn die Eisformationen schmelzen und verschieben sich mit jeder Tide.
Geologie & Wissenschaft
Der schwarze Sand ist Basaltlava, die über Jahrtausende erodiert wurde. Die Eisbrocken reichen von handtellergroßen „Diamanten“ bis zu Monolithen von der Größe eines Autos. Das Zusammenspiel von weißem Eis, blauem Wasser und schwarzem Sand macht diesen Ort zu einer der außergewöhnlichsten Landschaften der Erde.
Sicherheit
Kehre dem Meer niemals den Rücken zu. Die Wellen sind hier gewaltig und können unerwartet heranschießen – dabei besteht die Gefahr, ins Wasser gezogen oder von treibenden Eisbrocken umgeworfen zu werden (die schwerer sind, als sie aussehen). Halte sicheren Abstand zur Brandungslinie. Klettere NIEMALS auf Eisberge, die im Wasser liegen. Eine plötzliche Welle kann das Eis anheben und dich im Nu aufs Meer hinausreißen.
Fototipp
Geh runter! Platziere deine Kamera dicht über dem Boden, um das Licht einzufangen, das durch die klaren Eisbrocken scheint. Arbeite mit Stativ und langer Belichtungszeit (0,5 s – 2 s), um die Bewegung der Wellen festzuhalten, die um das ruhende Eis zurückfließen – so entsteht ein seidiger Wassereffekt.
Insidertipp
Die meisten Besucher halten direkt neben der Brücke, wo die Eisberge zuerst angespült werden. Geh 300 Meter weiter den Strand entlang – dort findest du riesige, kristallklare Eisblöcke und hast garantiert niemanden sonst auf deinen Fotos.
Beste Reisezeit
Wintermorgen zum Sonnenaufgang oder direkt nach dem Hochwasser, wenn das Meer frisches Gletschereis an den Strand geschoben hat.
Was mitnehmen
Wasserdichte Stiefel sind ein Muss. Die eiskalten Wellen können blitzschnell heranrollen, während du abgelenkt das Eis fotografierst – und nasse Füße verderben dir den ganzen Tag.
Häufige Fragen
Ist der Diamond Beach in Island sicher?
Nur mit großer Vorsicht: Achte auf plötzlich auflaufende Wellen, sogenannte 'Sneaker Waves'. Kehre dem Meer niemals den Rücken zu und klettere niemals auf treibende Eisberge, denn sie können kippen und dich innerhalb von Sekunden unter Wasser einklemmen.
Musst du an der Diamond Beach fürs Parken bezahlen?
Ja, für die Parkplätze auf beiden Seiten der Brücke fällt eine Parkgebühr an. Du kannst ganz einfach über die Parka-App oder an den Zahlungsautomaten vor Ort bezahlen.



