Mietwagen und Campervans
Mietwagen in Island
Vom günstigen Stadtflitzer bis zum expeditionstauglichen 4x4 und Campervan – hier erfährst du, was sie unterscheidet, was die Versicherungskürzel wirklich bedeuten und welche Fehler am teuersten werden.
2WD oder 4x4: Was brauchst du wirklich?
Die falsche Fahrzeugklasse zu wählen, kann ein teurer Fehler sein. Hier ein ehrlicher Überblick.
2WD / Kleinwagen
Ein 2WD ist eine sehr gute Wahl, wenn du im Sommer auf asphaltierten Straßen bleibst. Er verbraucht weniger Kraftstoff und lässt sich in Reykjavík leichter parken.
- Ringstraße (Route 1) im Sommer
- Golden Circle & Südküste
- Halbinsel Snæfellsnes
- Nicht für F-Straßen geeignet
- Riskant bei winterlichen Bedingungen
4x4 / SUV
F-Straßen erfordern einen 4x4 – und manche ein größeres Fahrzeug als einen kleinen SUV. Im Winter sind die bessere Traktion und die größere Bodenfreiheit ein echter Sicherheitsvorteil.
- F-Straßen & Pisten im Hochland (Landmannalaugar, Askja)
- Schotterstraßen in den Westfjorden
- Fahren im Winter (1. November – 14. April)
- Stuðlagil-Schlucht, Kerlingarfjöll
- Höhere Sprit- und Mietkosten
Mietwagenversicherungen in Island einfach erklärt
Islands besonderes Gelände bringt besondere Versicherungsoptionen mit sich. Hier erfährst du, was jede einzelne abdeckt – und ob du sie wirklich brauchst.
CDW – Collision Damage Waiver (Haftungsreduzierung bei Kollisionsschäden)
Meist im Mietpreis inklusive. Begrenzt deine Haftung für Kollisionsschäden auf eine feste Selbstbeteiligung. Reifen, Unterboden und Windschutzscheibe sind nicht abgedeckt.
Meist inklusive
GP – Gravel Protection (Schutz vor Schotterschäden)
Deckt Schäden durch losen Schotter ab. Steine, die entgegenkommende Autos auf unbefestigten Straßen hochschleudern, können den Lack abplatzen lassen, Windschutzscheiben beschädigen und Dellen in die Karosserie schlagen.
Dringend empfohlen
SAAP – Sand & Ash Protection (Schutz vor Sand- und Ascheschäden)
Deckt Schäden durch vulkanische Sand- und Aschestürme ab, die den Lack abtragen können. Unverzichtbar, wenn du entlang der Südküste in der Nähe von Vík oder Skeiðarársandur fährst.
Empfohlen für die Südküste
TP – Theft Protection (Diebstahlschutz)
Kriminalität ist in Island selten ein Problem, daher ist ein Diebstahlschutz selten unbedingt nötig. Er lässt sich aber meist günstig dazubuchen und sorgt für ein beruhigendes Gefühl, wenn du Wertsachen im Auto lässt.
Optional
Schutz für Windschutzscheibe & Reifen
Die Standard-CDW deckt keine Schäden an Windschutzscheibe oder Reifen ab, wie sie durch Schotterstraßen und Schlaglöcher entstehen können.
Empfohlen
Super CDW / keine Selbstbeteiligung
Senkt deine Selbstbeteiligung bei Kollisionsschäden auf 0 €. Ideal für ein beruhigendes Gefühl, aber denke daran: Keine Versicherung deckt Schäden durch Flussdurchquerungen ab, und Fahren abseits der Straßen ist gesetzlich verboten.
Optionaler Luxus
Die wichtigsten Tipps zum Autofahren in Island
Winterreifen von November bis Mitte April
Vom 1. November bis 14. April müssen Reifen gesetzlich eine Profiltiefe von mindestens 3 mm haben, und Spikereifen sind erlaubt (aber nicht vorgeschrieben). Bei Schnee oder Eis auf der Straße sind Winterreifen oder Schneeketten Pflicht.
Vor abgelegenen Strecken volltanken
Tankstellen in den Westfjorden und in Ostisland können weit auseinanderliegen. Wann immer möglich, volltanken.
Prüfe täglich road.is
Die Straßenverhältnisse ändern sich schnell. Die offizielle Website road.is zeigt in Echtzeit Straßensperrungen, Warnungen vor Eisglätte und Sturmwarnungen.
Einspurige Brücken
In Island gibt es viele einspurige Brücken (gekennzeichnet mit „Einbreið brú“). Fahr langsamer: Das Auto, das die Brücke zuerst erreicht, fährt zuerst hinüber.
Häufige Fragen
Lass die Route über das Fahrzeug entscheiden
2WD oder 4x4 ist eigentlich keine Geschmacksfrage. Lege fest, wo du an jedem Tag fährst, dann ergibt sich die Antwort meist von selbst: eine einzige F-Straße, ein Schotterabschnitt in den Westfjorden oder eine Woche im Februar, und die Entscheidung ist für dich gefallen.
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