Das „Juwel der Westfjorde“. Eine prächtige Kaskade von Wasserfällen, die an einen Brautschleier erinnert und sich unten auf über 100 Meter Breite auffächert.
Geschichte & Sage
Seit der Eröffnung des Tunnels Dýrafjarðargöng ist die Anreise deutlich einfacher geworden, vor allem die Fahrt von Ísafjörður. Dynjandi ist das unangefochtene Wahrzeichen der Region. Der Name bedeutet „der Donnernde“ oder „der Widerhallende“. Der Wasserfall gleicht einem Brautschleier und wird von 30 m oben auf 60 m unten breiter. Unterhalb des Hauptfalls liegen 6 weitere Wasserfälle mit eigenem Namen, an denen du beim Aufstieg vorbeikommst.
Geologie & Wissenschaft
Insgesamt stürzt das Wasser 100 Meter in die Tiefe. Die stufenartige Form geht auf übereinanderliegende Lavaschichten zurück. Wo das Wasser über diese Basaltstufen fällt, fächert es sich auf. Die Westfjorde sind der älteste Teil Islands (16 Millionen Jahre alt), deshalb ist die Landschaft hier stärker erodiert und dramatischer als im Rest des Landes.
Sicherheit
Der Tunnel hilft zwar, doch die Bergpässe in den Westfjorden sind nach wie vor steil und zum Teil Schotterpisten. Im Winter ist die Anfahrt oft unmöglich. Der Aufstieg dauert 20 Minuten und führt an 6 kleineren Wasserfällen vorbei.
Fototipp
Du brauchst eine Person im Bild am Fuß des Hauptfalls, um die gewaltigen Dimensionen zu zeigen. Wähle eine lange Belichtungszeit (1/4 Sekunde), um den „Schleier“-Effekt des sich auffächernden Wassers zu betonen. Achte auch auf die kleineren Wasserfälle beim Aufstieg: Hinter den „Göngufoss“ kannst du sogar hindurchgehen.
Insidertipp
Lass dir beim Aufstieg auf dem Weg Zeit. Entlang des Flusses gibt es tatsächlich sechs kleinere Wasserfälle mit wunderschönen Namen (etwa Hundafoss und Strompgljúfrafoss), noch bevor du oben die gewaltige Hauptkaskade erreichst.
Beste Reisezeit
Im Sommer am späten Nachmittag oder frühen Abend. Die Westfjorde sind abgelegen, und das Abendlicht auf dem mächtigen, wie ein Brautschleier herabfallenden Wasserfall ist magisch.
Was mitnehmen
Eine wasserdichte Jacke. Beim Aufstieg zum Fuß des Hauptwasserfalls bekommst du feinen Sprühnebel ab.
Häufige Fragen
Ist die Straße zum Dynjandi asphaltiert?
Die Straßen in den Westfjorden bestehen teils aus asphaltierten, teils aus unbefestigten Abschnitten. Der Gebirgspass, der zum Dynjandi führt, hat steile Schotterabschnitte, also fahre vorsichtig.
Kann man den Dynjandi im Winter besuchen?
In der Regel nicht. Die hohen Gebirgspässe in den Westfjorden sind von Spätherbst bis Spätfrühling meist komplett eingeschneit und für den Verkehr gesperrt.



